UV-Sensorik

UV-Strahlung ist ein äußerst vielfältiges Hilfsmittel für die unterschiedlichsten Anwendungen

Die Anwendungsfelder erstrecken sich von der Desinfektion bis zur Härtung.

Grundsätzlich ermöglicht der Einsatz von UV-Sensoren und UV-Auswerteeinheiten eine Überwachung der UV-Bestrahlungsstärke. Aber auch Fehlerquellen der UV-Anlage wie nachlassende Strahlungsleistung des UV-Strahlers, Ausfall des UV-Strahlers oder Verschmutzung der Sensoroberfläche können so erfasst werden. Bei der Desinfektion von Wasser werden auch noch zusätzlich die Verschmutzungen auf dem Quarztauchrohr, in dem die Lampe montiert ist, oder eine Verringerung der Durchlässigkeit von UV-Strahlung durch eine Verschlechterung der Wasserqualität bemerkt.

Desinfektion von Wasser

Desinfektion von Wasser

In den letzten Jahrzehnten hat die Trinkwasserdesinfektion mit UV-Strahlung zunehmend an Bedeutung gewonnen. Mikroorganismen werden sicher inaktiviert. Die chemikalienfreie Trinkwasserdesinfektion mit UV-Geräten ist wartungsarm, anwender- und umweltfreundlich. Bei sachgemäßem Gebrauch entstehen keine Nebenprodukte. Geruch und Geschmack des Trinkwassers werden nicht beeinflusst.

Grundvoraussetzung für die Zuverlässigkeit dieser Technologie ist der Einsatz von UV-Lampen mit einer ausreichenden Desinfektionsleistung. Daher fordern die gültigen Standards für die Trinkwasserdesinfektion ÖNORM M 5873, DVGW W294-3 sowie DIN 19294 eine Überwachung der Desinfektionswirksamkeit mit Hilfe von UV-Sensoren.

Die in den letzten Jahren immer häufiger auftretenden Hitzeperioden verdeutlichen die Wichtigkeit der Abwasser-Aufbereitung. Mit Hilfe der Abwasserbehandlung soll das immer knapper werdende Wasser wiederverwendet werden können.
Abwässer sind in der Regel durch besonders starke Trübung gekennzeichnet. Nach mehreren Prozessschritten mit dem Ziel der Entfernung jeglicher Schadstoffe wird mittels UV-Strahlung die Belastung des Wassers mit Mikroorganismen stark reduziert. Dazu kommen besonders leistungsstarke UV-Lampen zum Einsatz.
Die UV-Sensoren zur Überwachung der Desinfektionswirksamkeit müssen die aus den hohen Bestrahlungsstärken entstehenden Anforderungen erfüllen.

Zur Gewährleistung einer ausreichenden Stabilisierung wird Ballastwasser von Seeschiffen in entsprechende Ballasttanks aufgenommen. Mit dem Ballastwasser gelangen marine Organismen in die Tanks. Im Zielhafen gelangen die Organismen zurück ins Meer. Dort können Sie einheimische Arten verdrängen.

Zur Verhinderung von ökonomischen (und ökologischen) Schäden hat die International Maritime Organization (IMO) Grenzwerte für die Konzentration von marinen Organismen im Ballastwasser definiert. Als Folge muss jedes Schiff, das aufgrund seiner Bauart unter die Regularien fällt, eine Ballastwasserbehandlungsanlage installieren.

Die Desinfektion des Ballastwassers nach der Filtrierung mit UV-Strahlung ist ein umweltschonendes Verfahren zur Abtötung von Organismen. Mittels UV-Sensoren kann die Wirksamkeit gewährleistet werden.

Meist ist die UV-Anlage im zentralen Pumpenraum installiert. Bei Öltankern oder schwimmenden Ölförderplattformen mit entzündlicher Ladung ist der Pumpenraum ein explosionsgefährdeter Bereich. UV-Sensoren für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen müssen bestimmte Anforderungen erfüllen und durch eine benannte Stelle nach Standards wie ATEX und IECEx zertifiziert werden.

Chlor ist das primäre Desinfektionsmittel für die Vermeidung des Wachstums von Mikroorganismen im Wasser von Schwimmbecken. Durch chlorhaltige Desinfektionsmittel und Verunreinigungen im Schwimmbadwasser bilden sich gesundheitsgefährdende Chloramine. Ein hoher Gehalt an Chloramin im Wasser kann Reizungen der Haut, Augen und Atemwege hervorrufen. Durch die Chloramine entsteht auch der bekannte Schwimmbadgeruch.

UV-Systeme reduzieren sowohl den Anteil an freiem Chlor, als auch an gebundene Chlorverbindungen (Chloramine) zu einfach entfernbaren Nebenprodukten. Das Ergebnis ist ein sauberes und gesünderes Umfeld ohne die unangenehmen Nebenwirkungen für die Badegäste.

Desinfektion von Luft und Oberflächen

Desinfektion von Luft und Oberflächen

Schadstoffe, Mikroorganismen (z.B. Bakterien) und Viren werden durch Filtertechniken aller Art nur zurückgehalten. Eine Inaktivierung findet nicht statt. Somit stellt der unregelmäßige Wechsel von Filtern eine große Gefahr dar. Die sofortige Inaktivierung der Viren und Bakterien in der Luft und auf Oberflächen ist die wirksamste Art der Raumdesinfektion.

In medizinischen Einrichtungen (z.B. Krankenhäuser und Arztpraxen), Betrieben und Schulen können für die reine Luftdesinfektion fest installierte UV-Lampen in Belüftungssystemen verwendet werden. Auch kann die Raumluft mittels mobiler UV-Systeme desinfiziert werden. Die Verwendung solcher Systeme ist unbedenklich für die sich im Raum befindlichen Personen.

Ebenso können Roboter zur Desinfektion von Räumen mit UV-Strahlung genutzt werden. Neben den Oberflächen kann hierbei auch gleichzeitig die Luft desinfiziert werden. Die Desinfektionsroboter fahren dabei vollkommen selbstständig durch die Einsatzumgebung.

Industrielle Abluft ist durch Aerosole, organische Schadstoffe (z.B. Lösemittel) oder Gerüche verschmutzt. Dadurch wird die Umwelt belastet. Vor der Abgabe der schadstoff- und geruchsbelasteten Abluft an die Umgebung sind Unternehmen zu deren Reinigung verpflichtet.

Mit Hilfe von UV-Strahlung können Gerüche abgebaut und die Abluft gereinigt werden. In Verbindung mit natürlichem Sauerstoff erzeugt UV-Strahlung Ozon. Der daraufhin stattfindende Oxidationsprozess beseitigt Schadstoffe und Gerüche.

Die Ablagerungen von Reststoffen schränken die Funktion der Abluftanlage in der Gastronomie ein und können sich schnell entzünden.

Das Entstehen von Fett- und Verschmutzungsablagerungen in den Lüftungssystemen kann mittels UV-Strahlung und durch die UV-Strahlung erzeugtes Ozon verhindert werden. Durch den daraufhin entstehenden Oxidationsprozess erfolgt eine Kaltverbrennung der Fette sowie der Geruchsstoffe. Durch die Verhinderung der Fettablagerung wird das Brandrisiko erheblich verringert.

Härtung bzw. Trocknung

In der Druckindustrie, Möbelindustrie oder der Leiterplattenherstellung werden mit Hilfe von UV-Strahlung u.a. Farben, Lacke, Silikone, Versiegelungen und Klebstoffe in Sekunden gehärtet bzw. getrocknet. Somit können Produkte umgehend weiterverarbeitet werden. Zusätzlich werden die mit UV-Strahlung behandelten Oberflächen langlebig, sowie abrieb- und kratzfest.

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